Clarence Bicknell
Clarence Bicknell war Naturwissenschaftler und zugleich Geistlicher. Er kam 1878 nach Bordighera und widmete sich sofort dem Studium der Flora, nicht nur der Stadt selbst, sondern auch der nahegelegenen Seealpen.
Nachdem er Bordighera zu seinem dauerhaften Wohnsitz gewählt hatte, konnte er sich ab 1880 ganz seinen bevorzugten Forschungen widmen. Er war der Erste, der eine systematische und umfassende Untersuchung der Felsgravuren des Monte Bego durchführte und dabei Zeichnungen, Notizen, Abgüsse und Fotografien sammelte, die in den Veröffentlichungen der Società Ligustica sowie in französischen Fachzeitschriften erschienen.
Mit großer Leidenschaft studierte er die Botanik, insbesondere die lokale Pflanzenwelt. Das Ergebnis dieser Forschungen war ein bedeutendes Werk, das nie ins Italienische übersetzt wurde: „Blühende Pflanzen und Farne der Riviera di Ponente“, prachtvoll illustriert mit 86 Farbtafeln, die er selbst zeichnete.
Seine wertvolle Sammlung von Abgüssen vermachte er dem Prähistorischen Museum in Genua, während das in den Seealpen gesammelte Herbarium dem Botanischen Institut derselben Stadt übergeben wurde.
Die archäologischen Funde bildeten die Grundlage des Bicknell-Museums, in dem noch heute wertvolle wissenschaftliche Werke sowie ein bemerkenswertes Herbarium zur Flora von Bordighera und Sanremo zu sehen sind.
Außerdem gründete er ein landesweit bekanntes Zentrum für das Studium der Esperanto-Sprache.
Bicknell war ein großzügiger Philanthrop und gründete bedeutende humanitäre Einrichtungen, darunter ein Altersheim und ein Waisenhaus.
Später gab er seine kirchliche Tätigkeit auf und starb im Juli 1918 in Casterino.
Er ist auf dem Friedhof von Tende begraben.
Aus „Berühmte Gäste in Bordighera“ von Camilla Moreno.
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